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Stationsbeschreibung

Im folgenden möchte ich meine Station beschreiben so wie ich sie stationär und auch portabel verwende.

TransceiverFT817
Ausgangsleistungmaximal ca. 5W
AntenneVertikalstrahler an einem 10m Glasfiberrmast (Spieth) für alle Frequenzen von 160m bis 10m
Radialsmomentan nur 3
AntennentunerSG-211
CAT-InterfaceSelbst entwickelt und gebaut - Sowohl die digitalen als auch die analogen Kanäle sind über Optokoppler isoliert
PSK31-SoftwareMixW2 in der jeweils (fast) aktuellen Version
PCNetbook - Asus eeePC
Stromversorgung Funk8 NiMH-Mignonzellen zu je ca. 2000 mAh oder ein Blei-Gel-Akku zu ca. 17 Ah

Bemerkungen zur Antenne

Bei der Antenne handelt es sich also um einen 10m langen Vertikalstrahler. Die Radials liegen auf dem Boden auf. Damit entfällt wenigstens schon mal das abstimmern der Radials oder anders ausgedrückt: die Länge der Radials ist im Grunde ziemlich egal - im Gegensatz zu einer Groundplane, deren Radials unbedingt abzustimmen sind. Aber die gegenwärtigen drei Radials sind eindeutig zu wenig. Andererseits - sie sind besser als garkeine. Auf 40m liegt ungefähr ein lambda/4-Strahler vor, auf 20m entsprechend ein endgespeister Halbwellenstrahler. Auf 17m kommt man schon in die Nähe eines lambda-5/8-Strahlers. Rechnerisch sind bis zum 17m-Band auch die vertikalen Strahlungsdiaramme so gut oder so schlecht wie die Erdverhältnisse bzw. das Erdnetz. Das heißt vor allem, daß es nur eine Strahlungskeule gibt, deren Maximum bei einem Erhebungswinkel auftritt, der mit besser werdender Bodenleitfähigkeit und damit umfangreicherem Erdnetz sinkt. Eine brauchbare Berechnung ist leider nur mit dem NEC4-Kern möglich, der aber für Amateure nicht nur aus Kostengründen schlecht zu beschaffen ist. Ab 15m zu höheren Frequenzen bildet sich eine weitere Strahlungskeule mit relativ großem Erhebungswinkel heraus, was den DX-Eigenschaften nicht gerade zuträglich ist. Unterhalb von 40m ist der Strahler gemessen an der Wellenlänge verkürzt mit den bekannten Konsequenzen daß der Strahlungswiderstand sinkt und die Verlustwiderstände des Erdreiches zunehmend den Wirkungsgrad senken. Auch hier kann ein großes Erdnetz die Verhältnisse etwas verbessern. Auf 80m und ganz besonders auf 160m ist damit zu rechnen, daß auch der Antennenkoppler erheblich zu den Verlusten beitragen wird, selbst wenn das SWR aus Sicht des Transceivers irgendwo bei 1 liegt. Aber auch ein Abschlußwiderstand produziert ein wunderbares SWR von 1, hat aber mit einer strahlenden Antenne nicht das geringste zu tun. Trotzdem ist mein erstes Fazit: vieles von dem, was ich hören kann, kann ich auch arbeiten. Nicht alles - aber doch mehr, als ich anfangs erwartet hatte.

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