Sie sind hier

Erste Gehversuche mit dem R8C/13

Die bekannte Elektronikzeitschrift Elektor behandelt vor einiger Zeit (11/2005-01/2006) den Microcontroller R8C/13 von Renesas. Dem Dezemberheft war ein kleines Board in der Größe eines 32-poligen DIL-Gehäuses beigelegt, das den R8C/13 enthielt. Einzelheiten (Datenblätter, Application Notes etc.) zu diesem Microcontroller sind am besten beim Hersteller zu finden.

Eine der besonders angenehmen Eigenschaften des R8C/13 ist die Tatsache, daß er (fast) direkt über die serielle Schnittstelle eines PCs programmiert werden kann. Es wird nur eine Pegelwandlung von den üblichen +/- 12V auf 0V/5V benötigt. Im Elektorheft 12/2005 wird eine einfache Schaltung zur Pegelkonvertierung vorgeschlagen. Ansonsten kommen für diesen Zweck typischerweise MAX232 und Artverwandte zum Einsatz.

Serielle Schnittstellen an einem PC oder einem Laptop gehören allerdings einer aussterbenden Spezies an. Einen stationären PC kann man zwar mit einer Schnittstellenkarte nachrüsten, und so durchaus eine größere Anzahl an seriellen Schnittstellen bereitstellen; bei Notebooks sieht die Sache in der regel weniger günstig aus, da es kaum eine entsprechende Erweiterungsmöglichkeit gibt. Selbstverständlich kann man jederzeit einen USB nach Seriell Adapter anschließen, wobei man, wie bei jeder echten seriellen Schnittstelle, dann das Signal wieder von +/- 12V auf 0V/5V umwandeln muß.

Da ich noch einen Chip herumliegen hatte, der auf der einen Seite USB spricht, und der auf der anderen Seite die benötigten Leitungen der seriellen Schnittstelle mit 0V/5V-Pegeln anbietet, wurder kurzerhand ein solcher USB nach seriell Adapter gebaut. Ein angenehmer Nebeneffekt des USB-Anschlusses ist, daß über den USB auch die benötigte Betriebsspannung bereitgestellt werden kann. Die klassische serielle Schnittstelle bietet diese Möglichkeit nicht.

Das folgende Bild zeigt den gesamten Aufbau bestehend (von links nach rechts) aus einem Elektor-Heft, dem R8C/13-Board auf einem Steckbrett, dem USB nach seriell-Konverter und dem USB-Kabel zum PC.

Der R8C/13 ist über insgesamt nur vier Leitungen mit dem USB-Board verbunden. Die Leitungen führen die 5V-Versorgungsspannung, Masse, das RxD-Signal und das TxD-Signal. Mehr braucht man nicht. Der R8C/13 benötigt prinzipiell noch einen Reset-Taster und einen Betriebsartenschalter, mit dem man in den Programmier-Mode umschalten kann. Beides wird dadurch realisiert, daß der Mode-Eingang während des programmierens mit Masse verbunden wird, während er sonst über einen externen Pull-Up Widerstand auf High verbleibt. Ein Reset wird ausgelöst, indem der Reset-Eingang kurz mit Masse verbunden wird. Ansonsten bleibt der Reset-Anschluß offen.

Der Versuchsaufbau des R8C/13

Hier das R8C/13-Board nochmal aus der Nähe. Übrigens, die Leuchtdiode leuchtet gerade!

Das R8C/13-Board aus der Nähe

Und hier das USB nach seriell Interface. Da sich auf dem Board der beliebte FT232BM von FTDI befindet, und dieser ein SMD-Bauelement ist, ist er nicht auf der Oberseite der Platine sichtbar.

Das USB nach seriell interface
Undefined